André Marie Ampère (1755 - 1836)

Französischer Mathematiker und Physiker, nach dem die internationale SI-Eiheit der Stromstärke Ampere (=A) benannt wurde. André Maria las schon als Achtzehnjähriger die Lehrbücher von Leonhard Euler und der klassischen Mechanik von Joseph-Louis Lagrange. Ampère entdeckte die magnetischen Wirkungen in der Umgebung stromdurchflossener Dähte, woraus er die Schlussfolgerung zog, dass jeder Magnetismus von elektrischen Strömen verursacht und erzeugt wurde. Er wies nach, dass zwei stromdurchflossene Leiter bei gleicher Stromrichtung eine Anziehungskraft aufeinander ausüben und sich abstoßen, wenn die Stromrichtung entgegengesetzt ist. Er konstruierte ein Strommessgerät (Galvanometer), erklärte den Begriff der elektrischen Spannung, des elektrischen Stromes, legte die Stromrichtung fest und unterschied zwischen Elektrostatik und Elektrodynamik. Neben der Begründung der Elektrodynamik, erfand er das Prinzip der elektrischen Telegraphie, das erstmals von Carl Friedrich Gauß und Wilhelm Eduard Weber in Göttingen angewandt wurde.

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André Maria Ampére war ein gläubiger Katholik, der sich z. B. in der Revolutionszeit heimlich von einem eidverweigernden Priester trauen ließ, und das berühmte Erbauungsbuch des Thomas von Kempis: »Nachfolge Christi« auswendig wusste. Arago sagt von ihm:

»Anhaltendes Lesen der Bibel und der Kirchenväter war das untrügliche Mittel, womit der junge Mathematiker seinen Glauben stärkte, wenn er wankend zu werden begann.« (Aragos sämtliche Werke I 140 190.)

Wie das Journal Religieux de Neuchâtel berichtet, schrieb er im Jahre 1836 :

»Nimm dich in acht, dass du dich nicht so ausschließlich mit den Wissenschaften beschäftigst, wie in der vergangenen Zeit.«

»Arbeite im Geiste des Gebets, erforsche die Dinge dieser Welt , das gebietet die Pflicht deines Standes, aber blicke sie nur mit einem Auge an, damit dein anderes Auge beständig durch das ewige Licht gefesselt sei.

Höre die Weltweisen, aber höre nur mit einem Ohr, dass das andere immer bereit sei, die sanften Töne deines himmlischen Freundes aufzunehmen.

Schreibe nur mit einer Hand, mit der andern halte dich an dem Kleide Gottes, wie ein Kind sich liebend an den Kleidern seines Vaters hält.

Ohne diese Vorsicht zerbrichst du dir unfehlbar an irgend einem Stein den Kopf.

Möchte ich mich immer an das Wort des Paulus erinnern:

»Brauchet diese Welt, als gebrauchtet ihr sie nicht.«


Dass meine Seele, um heute abzuscheiden, also mit Gott und Jesus Christus vereinigt bleibe.
Segne mich, mein Gott.
Aus: Die größten Geister über die höchsten Fragen. Aussprüche und Charakterzüge erster (nicht-theologischer Autoritäten des 19. Jahrhunderts.
Zusammengestellt von Dr. H. Engel. Verlag von Carl Hirsch. Konstanz S. 19f.