Allgedächtnis/Allvermächtnis
Unter Allgedächtnis verstehe ich ein Speichermedium, in dem allle Ereignisse von Anbeginn dieser Welt (Urknall) akribisch genau aufgezeichnet werden. Erstaunlich leicht lassen sich dabei die in der Bibel beschriebenen Ereignisse beginnend vom Sündenfall bis zum Falle Luzifers, der unter der Führung des Engelfürsten Michael mit Zustimmung und Mitwirkung des Allvaters bewerkstelligt wurde. Nach einigen Mythen war Luzifer ursprünglich ein vom Allvater unter der Mitwirkung der göttlichen Weisheit (Sophia) ins Leben gerufener Engelfürst, bei dems ich aber infolge eines Betriebsunfalls während seiner Erschaffung ein Übermaß an Selbstsucht/Selbstliebe und viel zu wenig Selbstzucht und Mitgefühl für andere Lebewesen (Nächstenliebe) entwickelte. Diese Mythe treibt insbesondere ihre mystische Blüte in Böhme, Dante, Lorber, Swedenborg und viele anderen Visionären. Um seinen Engelfürsten ein Höchstmaß an Unabhängigkeit zu ermöglichen, schuf Gottvater für jeden Einzelnen von ihnen einen unzerstörbaren eigenen Antrieb.

Weil nun Alles mit Allem untrennbar zusammenhängt, kann kein einziger der Erzengel (Engelsfürsten) für sich ganz alleine
vernichtet werden und das ist das Problem: Es müssten die Programme aller Engelfürsten heruntergefahren werden und mit all ihren besonderen Eigenschaften neu programmiert werden und das will natürlich keiner der Betroffenen.

Ausweg aus der auswegslosen Situation: .Der Antiebsrotor
Luzifers konnte bei seinem Sturz aus den himmlischen Gefilden in der Gänze seiner Grenze zwar nicht zerstört werden. Unzerstörbar in seiner Gesamtheit - konnte er jedoch von Michael - mit Einwilligung und Billigung des des Allvaters - und vereintem Beistand der rechtschaffenen anderen Engelsfürsten atomisiert, pulverisiert werden, was heißt, dass er bei seinem freien Fall im Urknall in seine kleinsten Bestandteile (Atome) zerlegt und aufgespalten wurde. Der Heilsplan des Heiligen Geistes sieht nun vor, dass Teilchen für Teilchen gereinigt und wiedervereinigt ins rechte Licht gerückt werden soll. Und da erst kommt nun der Mensch mit seinem vernünftigen Selbstgefühl ins irdische Spiel. Damit sich nichts Unreines verewigen kann, wurde der irdische Tod erfunden und in das himmlische Gefüge eingebunden, was z .b. den Seneca zu der kühnen These verführt, dass der Tod die beste Erfindung ist , die jemals im göttlichen Schalten und Walten jemals erfunden worden sei. Süffisant und pikant in dieser Story insofern kein sorry gibt, weil, wenn der göttliche Beschluss - aus was immer auch aus welchen Gründen - sich irrt, ganz offenbar der Fehler im Kot des Menschen diesen göttlichen Irrtum ausbaden muss frei nach dem Motto:
Wes Brot ich speis, des Kot ich scheiß! Es führt kein Weg vorbei: das göttliche Dreigespann kreiert den Menschenbann. Aus der Not für den Tod geboren? Will man so aus der Not eine Tugend machen . . .

Der Mensch ist zweifellos einerseits ein Kind Satans, da sein Körper aus den Atomen Luzifers gebildet und zusammengesetzt wird. Er ist aber zugleich insofern auch göttlicher Natur, als er vom heiligem Geist als geistige Mitgift eine lupenreinen, unschuldigen, göttlichen Geistfunken erhält. Dem Menschen steht es in dem von Gott gegebenen Lebensspielraum frei, wie er sich in dieser Welt verhält und was er aus dieser geistigen Zutat in seiner Tat macht. Das letzte Hemd hat jedenfalls keine Taschen und so kann der Gestorbene im Zweifelsfalle nur das geistig Erworbene ins Jenseits mit hinübernehmen.

Zuordnungs-Merkmal
fur die Speicherung der vergangenen Ereignisse sind die Raumpunkte (wo genau) und Zeitpunkte (wann genau) sie sich ereigneten. Und jeden einzelnen von ihnen kann eine bestimmte Sternkonstellation zugeordnet werden und jetzt kommen wir an den Punkt, in dem
Astronomie und Astrologie sich berühren, treffen, schneiden und die Gemüter der menschlichen Warmblüter sich scheiden. Belassen wir es dabei. Nun wissen aber wir spatestens seit Albert Einsteins Relativitätstheorie, dass es sich bei Raum und Zeit, in denen unsere irdischen Begebenheiten sich im Wandeln und Handeln der Zeit im Einzelnen ereignen, um sehr relative Angelegenheiten handeln, die äußerst dehnbar, mobil, flexibel und total abhängig vom Standort des einzelnen Betrachters und Beobachters sind. Deshalb mag für den gen Himmel aufgefahrenen Christus bis zu seiner Rückkehr auf die Erde wenig oder gar keine Zeit verstreichen, während für die auf der Erde Zurückgebliebenen größere, längere, ausgedehntere (nicht vorhersehbare) Zeiträume verstreichen mögen. Es ist zu befürchten, dass der göttliche Menschensohn in all seiner himmlischen Pracht und unwiderstehbaren Macht wiederkommen wird, wenn keiner mehr ihn erwartet. Und so spiegelt das Allgedächtnis in gewisser Weise das aus der Not geborene Allvermächtnis wieder . . .

Selbstverständlich ist das Allgedächtnis eine unabdingbare Voraussetzung für die Möglichkeit einer allumfassenden Allwissenheit.